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Kreatives Eigenleben

Ideen haben ein Eigenleben. Ideen sind unsichtbare Lebensformen, die nur eins im Sinn haben: Verwirklichung. Mit diesem Ziel fliegen sie durch die Welt und suchen sich einen menschlichen Erfüllungsgehilfen, der genau in diesem Moment offen dafür ist und der Idee dabei hilft, sich selbst zu verwirklichen.

Diesen wunderbaren Gedanken las ich kürzlich in einem sehr inspirierenden Buch von Elizabeth Gilbert (Big Magic: Creative Living Beyond Fear). Als ich Gilberts Gedanken über das Eigenleben der Ideen las, musst ich grinsen. Genau so empfinde ich meine Beziehung mit Konrad Kleinmögel, der vor etwas über einem Jahr auf so wunderbare Weise in mein Leben getreten ist. Konrad ist existent und er weiß, was er will. Und auf genauso wunderbare Weise finden sich weitere Kleinmögel-Komplizen, die genau im rechten Moment offen dafür sind, Konrad auf die Welt zu helfen.

So fand sich für Konrad auch eine wunderbare Reisebegleitung, die ihn mit auf die Frankfurter Buchmesse nahm. Wer weiß, vielleicht würde Konrads Reisebegleitung Heike ja jemanden treffen, dem sie den Erdkobold vorstellen könnte. Und überhaupt gibt es wohl keine passendere erste Reise für einen Buchhelden, als Deutschlands größte Buchmesse. Das Leben ist eine Wundertüte und Konrad wollte endlich ein wenig unter Leute.

Jeder, der schon mal ein Buch geschrieben, weiß: Ein Manuskript muss auf Reisen gehen in der Hoffnung, dass sich ein Verlag oder eine Agentur dafür begeistert. Und jeder Schriftsteller und Illustrator weiß, dass genau das die größte Hürde ist. Da draußen gibt es nämlich unglaublich viele Ideen, die der Verwirklichung entgegenstreben…

Was Konrad auf seiner Reise nach Frankfurt erlebt hat, verrate ich euch demnächst. Jetzt hat erst einmal die Weihnachtsgeschenkeproduktion Vorrang. Ein Geschenk für Konrad gibt es schon:

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Adventliche Grüße von

Sabine

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Erntezeit

Der Herbst ist Erntezeit: Die Äpfel sind reif, die Kartoffeln auch und hier in Hudlhub machen die großen Maiserntemaschinen vor der Haustüre ziemlich Überstunden in diesen Tagen. Auch die dicken Herbstkarotten im Garten sind reif. Vielleicht hängt ja ein Kleinmögel dran, wenn ich eine rausziehe?

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Reif ist auch unser Kinderbuch: Konrad Kleinmögel ist bereit, auch im echten Leben das Licht der Welt zu erblicken. Heidi und ich haben in den letzten Wochen noch ein wenig am Manuskript gefeilt, ein paar Wörter rausradiert, ein paar neue Worter reinmontiert, hier noch einen Absatz dazu, hier noch eine Leerzeile eingefügt. Und irgendwann waren wir uns einig: Konrad muss raus!

Lange genug haben wir ihn gehätschelt und gehegt, jetzt ist es Zeit, dass auch andere Bekanntschaft mit dem kleinen Erdkobold machen. Und ich kann euch sagen: Es ist schon ziemlich aufregend, sein büchernes Baby zum ersten Mal aus der Hand zu geben und es auf die Reise zu schicken.

Die erste Reise hat Konrad übrigens nach Frankfurt gemacht. Schließlich soll Konrad bald eine schöne Heimat in einem kleinmögelfreundlichen Verlag finden. Mal sehen, was Konrad bei seiner Reise alles so erlebt.

Frohes Ernten,

eure Sabine