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Textarbeit

Konrad und die Kleinmögel haben sich in den letzten Wochen ein wenig ausruhen dürfen, während ich mich beim Schreiben vor allem an Gebräuchlichem abgearbeitet habe. Doch nachdem die Zeit verfliegt und noch ein wenig an Konrad gefeilt werden muss, ist nun ein wenig kleinmögelige Textarbeit angesagt – genau die richtige Arbeit für das scheußliche Regenwetter da draußen.

textarbeit

Es ist schon eine Weile her, seit ich Konrads Geschichte gelesen haben. Und mit ein wenig Abstand liest man das, was man einst aus sich herausgeschrieben hat, plötzlich ganz anders. Aus der Distanz heraus lässt sich ein Text tatsächlich am Besten bearbeiten. Wenn man nicht mehr in der Geschichte steckt, nicht mehr so emotional involviert ist, ist ein viel neutralerer und technischerer Blick auf Worte, Sätze, Absätze möglich und man merkt, wo es noch rumpelt und zwickt im Textfluss, wo vielleicht ein anderes Wort, ein anderer Ausdruck besser passt – oder auch, wo man vielleicht auch einfach etwas wegstreichen kann. Wobei Kürzen tatsächlich nicht meine Lieblingsdisziplin ist. Als Schreiberling hängt man ja irgendwie an seinen Sätzen. Glücklicherweise gibt es wunderbare Menschen, Lektoren genannt, die einen genau dabei wunderbar unterstützen.

Aber besonders freut mich heute, dass ich auch beim distanzierten Lesen wieder glücklich mit Konrads Geschichte bin. So macht die Textarbeit gleich doppelt so viel Spaß. Dann zücke ich mal den Rotstift…

Regnerische Frühlingsgrüße,

eure Sabine

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